Die Union-Frauen · Ihre Geschichte1969—HEUTE

Eisernseit 1969.

Von den ersten Spielerinnen bis in die Bundesliga – fast sechs Jahrzehnte Frauenfußball in Köpenick.

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Die Geschichte im Überblick

1969Die Anfänge

Historisches Schulgebäude in der Lindenstraße 1 in Berlin-Köpenick mit rotem Ziegeldach und markantem Turm.
Das Gebäude des früheren Instituts für Lehrerbildung in der Köpenicker Lindenstraße 1, aufgenommen 2011. Foto: A.-K. D. / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. · CC BY-SA 3.0 Unported

Die Geschichte der Union-Frauen beginnt 1969 am Institut für Lehrerbildung in der Köpenicker Lindenstraße 1. Einige der dortigen Studentinnen sind begeisterte Unionerinnen, andere stehen bereits als Schiedsrichterinnen auf dem Fußballplatz. Doch sie wollen mehr, als Spiele zu verfolgen oder zu leiten: Sie wollen selbst Fußball spielen.

Am 22. September 1969 findet auf einem der Nebenplätze nahe der Alten Försterei das erste Training statt. Der 1. FC Union Berlin ist gerade einmal drei Jahre alt. Das Stadion wird zu dieser Zeit umgebaut, zahlreiche Fans helfen bei den Arbeiten mit. Während sich der junge Verein noch entwickelt, entsteht auch seine erste Frauenmannschaft.

1971Die Jahre beim Kabelwerk

Berlin, VEB Kabelwerk Oberspree, Produktionshalle
Berlin im September 1964. Schwäne auf der Spree. Im Hintergrund die 1963 fertiggestellte neue Produktionshalle des VEB Kabelwerk Oberspree. · Foto: Bundesarchiv · Commons.wikipedia · CC BY-SA 3.0 DE

Doch schon 1971 hat eine Entscheidung des DDR-Fußballverbandes unmittelbare Folgen: Er nimmt den Frauenfußball in seine Spielordnung auf und ordnet ihn dem Volkssport zu. Als Leistungsklub darf Union damit keine Frauenmannschaft mehr unterhalten. Die Spielerinnen müssen den Verein verlassen. Ihre neue Heimat finden sie beim Kabelwerk Oberspree, gleich gegenüber der Alten Försterei. Aus der ursprünglichen Mannschaft entwickelt sich über mehrere Spielergenerationen die Frauenabteilung der BSG Kabelwerk Oberspree, kurz KWO. Zwischen 1984 und 1987 gewinnt sie viermal hintereinander die Ost-Berliner Meisterschaft und erreicht 1985 den dritten Platz bei der DDR-Bestenermittlung.

1990Die Rückkehr

Auf dem Weg zur deutschen Wiedervereinigung verändert sich 1990 auch die Sportlandschaft der DDR. Nach fast 19 Jahren können die Fußballerinnen wieder im Trikot des 1. FC Union Berlin auflaufen. Es folgen erfolgreiche Jahre im Berliner Fußball, aber auch sportliche Rückschläge. 2007 gelingt erstmals der Aufstieg in die 2. Bundesliga. 2014 und 2016 schafft Union erneut den Sprung nach oben, kann sich dort aber nicht dauerhaft behaupten. Selbst zwei Regionalligameisterschaften in Folge 2018 und 2019 reichen nicht für die Rückkehr in die zweite Liga. In den entscheidenden Qualifikationsspielen scheitern die Frauen jeweils. Gleichzeitig entwickelt sich die Frauen- und Mädchenabteilung weiter, während die Spielerinnen ihren Sport noch mit Schule, Studium oder Beruf vereinbaren müssen.

2022Der Weg in den Profifußball

Meisterinnenfeier der Union-Frauen, 18. Mai 2025.
Meisterinnenfeier der Union-Frauen, 18. Mai 2025. · Foto: Lear 21 · Wikimedia Commons · CC BY 4.0

2022 trifft Unions Präsidium eine Grundsatzentscheidung: Die Frauen sollen künftig unter professionellen Bedingungen Fußball spielen können. Der Verein stellt dafür zusätzliche Mittel bereit und erklärt den Aufstieg in die Bundesliga zum langfristigen Ziel. Im Sommer 2023 erhalten alle Spielerinnen Profiverträge und können sich vollständig auf den Fußball konzentrieren. Bereits 2024 gelingt der Aufstieg von der Regionalliga in die 2. Bundesliga. Nur eine Spielzeit später folgt der nächste Schritt: Am 27. April 2025 steht erstmals der Aufstieg in die Frauen-Bundesliga fest. Das langfristige Ziel ist nach nur drei Jahren erreicht.

Hinter den Union-Frauen liegen mehr als fünf Jahrzehnte mit unterschiedlichen Vereinsnamen, sportlichen Erfolgen, schwierigen Jahren und Menschen, deren Geschichten bislang nur teilweise erzählt wurden.

Diese Chronik führt durch sieben Epochen der Union-Frauen. Sie erzählt von ihren Anfängen in Köpenick, den Jahren beim Kabelwerk, der Rückkehr zu Union und dem langen Weg in den Profifußball.


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Die große Chronik

Sieben Epochen. Sieben Geschichten.

Jedes Kapitel erzählt eine eigene Geschichte – mit den Menschen, Ereignissen, Brüchen und Erfolgen, die seine Jahre geprägt haben.

Unsere Geschichtsserie

Unsere Geschichtsserie ist gestartet. Bereits 1 Kapitel ist online. Die weiteren Kapitel folgen nach und nach; bis Weihnachten möchten wir alle sieben Epochen veröffentlicht haben.

Nächstes Kapitel: Mittwoch, 11. November 2026 um 18:00 Uhr.

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1969–1971 Sie wollten selbst auf den Platz Junge Studentinnen aus Köpenick gründen beim 1. FC Union Berlin eine Frauenmannschaft. Jetzt online · Kapitel lesen Historische Mannschaftsaufnahme der Frauen des 1. FC Union Berlin, vermutlich um 1970.Foto: privat · Archiv 1. FC Union Berlin
Wer ist auf dem Foto? Bildinformationen

Historische Mannschaftsaufnahme der Frauen des 1. FC Union Berlin, vermutlich um 1970. Die Aufnahme ist undatiert, der Aufnahmeort konnte bislang nicht identifiziert werden.

Hintere Reihe:
2. von links: Sabine Landsberger; 2. von rechts: Jutta Lange; ganz rechts: Margret Barth (heute Kattner).

Vordere Reihe:
1. von links: Renate Kreklau (heute Richter); 2. von links: Torhüterin Gabriele Palm (heute Stiller); 4. von links: Monika Pauly; 5. von links: Marina Bastian; ganz rechts: Dagmar Dorszewski (heute Rösler).

Weitere abgebildete Personen konnten bislang nicht identifiziert werden.

Die Identifizierung der Spielerinnen und die Datierung stammen aus einer Auskunft des Archivs des 1. FC Union Berlin vom 2. November 2026.

Ein Blick ins Kapitel

Im September 1969 wollen einige junge Studentinnen aus Köpenick nicht länger nur zuschauen. Sie wollen selbst Fußball spielen – und gründen beim 1. FC Union Berlin eine eigene Mannschaft.

Auf einem Nebenplatz an der Alten Försterei beginnt ihre Geschichte. Sie finden Unterstützung, organisieren Training und suchen Gegnerinnen. Doch schon zwei Jahre später müssen die Frauen ihren Verein wieder verlassen.

Warum ihre Zeit bei Union so schnell endete und wie es für die Spielerinnen weiterging, erzählt das erste Kapitel unserer Geschichtsserie.

Die ganze Geschichte lesen
1971–1983 Ohne Union-Wappen – die Jahre beim Kabelwerk Ein Werk, das weit über Köpenick hinausreicht In Oberschöneweide steht Anfang der siebziger Jahre einer der großen Industriebetriebe der DDR. Veröffentlichung Newsletter-Abonnenten lesen zuerst ADN-ZB Kutscher_20.10.1975-Berlin-Weltkongress: Eine der Tagungsst‰tten f¸r die 9 Kommissionen des Weltkongresses im internationalen Jahr der Frau in Berlin ist das Klubhaus des KWO ("Erich Weinert")
Wer ist auf dem Foto? Bildinformationen

ADN-ZB Kutscher_20.10.1975-Berlin-Weltkongress: Eine der Tagungsst‰tten f¸r die 9 Kommissionen des Weltkongresses im internationalen Jahr der Frau in Berlin ist das Klubhaus des KWO ("Erich Weinert")

Ein Blick ins Kapitel

Hinter den markanten gelben Klinkerfassaden an der Wilhelminenhofstraße werden Starkstromkabel, Fernmeldeleitungen und Drähte hergestellt. Das Kabelwerk Oberspree, kurz KWO, beliefert nicht nur Abnehmer innerhalb der DDR. Bereits 1965 unterhält es Exportbeziehungen zu 40 Ländern. [1]

Das vollständige Kapitel erscheint hier am 11. November 2026 um 18:00 Uhr.

Schon vorher lesen? Zum Newsletter
1983–1990 Die großen Jahre beim Kabelwerk Vier Ost-Berliner Meisterschaften hintereinander, der dritte Platz bei der DDR-Bestenermittlung 1985 und eine Berufung in die einzige Frauen-Nationalmannschaft der DDR: Beim Kabelwerk Oberspree erleben die Fußballerinnen ihre erfolgreichsten Jahre. In Vorbereitung
Ein Blick ins Kapitel

Doch mit dem …

Der Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest.

1990–2001 Zurück bei Union – ein Neubeginn in einer anderen Fußballwelt Die Frauen kehren nach fast zwanzig Jahren beim Kabelwerk Oberspree zum 1. FC Union Berlin zurück. In Vorbereitung
Ein Blick ins Kapitel

Im vereinten Berlin verlieren sie erst ihren Platz im überregionalen Fußball, gewinnen zweimal die Berliner Meisterschaft …

Der Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest.

2001–2009 Vom Nachwuchs in die zweite Liga Die Union-Frauen kehren in die Regionalliga zurück, während im eigenen Nachwuchs eine Generation heranwächst, die später die erste Mannschaft prägen wird. In Vorbereitung
Ein Blick ins Kapitel

2007 gelingt erstmals der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Zugleich findet …

Der Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest.

2009–2022 Immer wieder ein neuer Anlauf Zweimal steigt Union aus der Regionalliga in die 2. Bundesliga auf, zweimal geht es nach nur einer Saison zurück. In Vorbereitung
Ein Blick ins Kapitel

Später reichen selbst zwei Meisterschaften nicht zum Aufstieg. Währenddessen wächst die Frauen- und …

Der Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest.

2022–2026 Aus einem Vorhaben wird Profifußball Union stellt seine Frauenmannschaft auf professionelle Beine, schafft innerhalb von zwei Spielzeiten den Weg von der Regionalliga in die Bundesliga und besteht erstmals auch dort. In Vorbereitung
Ein Blick ins Kapitel

Mit dem Ende der Saison 2025/26 und …

Der Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest.

Unser Geschichtsprojekt

Eine Geschichte,
die weiterwächst.

Unser Anspruch.

Die Geschichte der Union-Frauen besteht aus weit mehr als Toren, Tabellen und Meisterschaften. Sie lebt von den Menschen, die sie geprägt haben, von ihren Erlebnissen, ihrem Zusammenhalt und den Widerständen, die sie überwinden mussten. Von den Spielerinnen auf dem Platz genauso wie von denen, die im Hintergrund angepackt haben.

Wir wollen diese Geschichte nicht nur dokumentieren, sondern lebendig machen und lebendig halten. Sorgfältig recherchiert, mit nachvollziehbaren Quellen und einem Blick auf das Leben abseits des Fußballplatzes.

Unsere Wirklichkeit.

„Eisern seit 1969“ entsteht mit viel Herzblut – neben Beruf, Alltag und unserer laufenden Magazinarbeit. Unsere Möglichkeiten sind begrenzt, unser Wissen ist es ebenfalls. Manche Geschichten haben wir noch nicht gefunden, nach anderen vielleicht noch gar nicht gesucht. Und wir werden niemals alle erzählen können.

Wen und was wir wann und wie ausführlich behandeln, ist keine Wertung. Es hängt auch davon ab, welche Spuren wir bereits verfolgen konnten und welche Erkenntnisse sich belegen lassen. Mit offenen Fragen, Widersprüchen und möglichen Fehlern gehen wir transparent um.

Mehr als sieben Epochen.

Unsere sieben Epochen bilden das Fundament. Doch die Geschichte endet nicht mit diesen Kapiteln. Es gibt so viele Menschen, persönliche Schicksale, besondere Momente und fast vergessene Begebenheiten, die es verdienen, näher betrachtet zu werden. Auch ihnen möchten wir immer wieder Raum geben.

Denn Union hat eine Zukunft – und wir glauben, dass wir sie nur dann bewusst gestalten können, wenn wir auch unsere Vergangenheit kennen. Deshalb wollen wir die Geschichten der Menschen, die unseren Verein geprägt haben, nicht nur bewahren, sondern lebendig halten.

Stand des Forschungsarchivs: 03.11.2026 · Die Zahlen erfassen Rechercheakten und Fundstellen, nicht ausschließlich geprüfte Quellen. Quellen und offene Fragen dokumentieren wir in den einzelnen Kapiteln.

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