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Vorbericht DFB-Pokal: Hamburger SV gegen 1. FC Union Berlin

DFB-Pokal · round_of_16
Vor dem Spiel

Vorbericht DFB-PokalHamburg kennt die Gefahr. Union kennt die Lücken.

Sechs Tage nach dem spektakulären 4:4 treffen Union Berlin und der Hamburger SV erneut aufeinander. Im DFB-Pokal-Achtelfinale geht es nicht darum, alles anders zu machen. Sondern die eigenen Stärken wieder auf den Platz zu bringen, kleine Schwächen abzustellen und diesmal auch als Sieger nach Hause zu fahren.

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444aee80 7a54 468c b568 5f1bdd29c91a?ts=0&s=ESR2nb0HjpbST GUQQJF4Hamburger SV vs. 1. FC Union Berlin69024e93 4da2 4b10 bc9c
Samstag31. Oktober 2026
Anstoß13:00 Uhr
SpielortHamburg
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Analyse

Die Ausgangslage

Vier Tore, kein Sieg. 28 Abschlüsse, jede Menge spielerische Überlegenheit – und am Ende trotzdem nur ein Punkt. Vieles von dem, was Union am Sonntag im Volksparkstadion zeigte, machte Mut. Vor allem aber hat die Partie eines deutlich gemacht: Die Berlinerinnen wissen, wie sie Hamburg vor Probleme stellen können. Jetzt müssen sie es wieder tun.

Hamburgs rechte Seite: Mehr Offensivpower, aber auch mehr Stabilität?

Jill Janssens und Judit Pujols lieferten am Sonntag herausragende Leistungen. Janssens sorgte auf rechts mit ihrem Tempo und ihren direkten Wegen zum Tor für Gefahr. Pujols hatte auf der linken Seite immer wieder erstaunlich viel Platz, um nach vorne zu stoßen und ihre Flanken in den Strafraum zu bringen.

Das lag auch an Camilla Linberg. Die Norwegerin hat ihre offensiven Qualitäten eindrucksvoll bewiesen, nicht zuletzt mit ihrem direkt verwandelten Freistoß. Doch während sie nach vorne für Gefahr sorgte, ließ sie hinter sich immer wieder Räume offen. Leni Eggert wirkte auf der rechten Abwehrseite mit den Berliner Angriffen zeitweise überfordert.

Nun kehrt Magou Doucouré nach ihrer Gelb-Rot-Sperre zurück. Die Französin bringt Tempo, Athletik und eine ordentliche Portion Galligkeit in ihr Spiel. Sie sucht selbst den Weg nach vorne, schaltet sich entschlossen in Angriffe ein und könnte gemeinsam mit Linberg Hamburgs rechte Seite offensiv sogar noch gefährlicher machen.

Doch genau darin liegt die spannende Frage: Wie viel defensive Stabilität bringt eine rechte Seite, auf der gleich zwei Spielerinnen ihre Stärken auch im Vorwärtsgang haben?

Doucouré ist zweifellos eine andere Gegenspielerin als Eggert. Körperlich robuster und mit mehr Erfahrung im direkten Duell. Aber ihre Rückkehr bedeutet nicht automatisch, dass die Räume für Pujols verschwinden. Auch Doucouré zieht es nach vorne, und im Spielaufbau ist sie keineswegs frei von Problemen.

Interessant wird deshalb, ob Rodolfo Cardoso lediglich Eggert durch Doucouré ersetzt und die Innenverteidigung mit Nigar Mirzaliyeva und Annaleen Böhler unverändert lässt. Oder ob er mit einer zusätzlichen taktischen Anpassung versucht, diese Seite besser abzusichern.

Bleibt es beim einfachen Wechsel, dürften Unions Chancen, über Pujols erneut gefährlich zu werden, weiterhin gut stehen.

Hamburgs Aufbau früh unter Druck setzen

Die Hamburgerinnen haben am Sonntag erneut gezeigt, dass sie unter frühem Druck Schwierigkeiten bekommen können, Angriffe kontrolliert aufzubauen. Doucourés Rückkehr dürfte daran allein wenig ändern.

Union sollte deshalb genau dort wieder ansetzen: hoch anlaufen, die Passwege ins zentrale Mittelfeld zustellen und den HSV möglichst früh zu unkontrollierten Zuspielen zwingen.

Gerade gegen eine Mannschaft, die mit Linberg gefährlich umschalten kann, ist es umso wertvoller, solche Angriffe schon bei ihrer Entstehung zu unterbinden.

Nicht weniger Risiko, sondern bessere Abstimmung

Auch defensiv braucht Union keine grundlegende Kurskorrektur. Die geringe Hamburger Chancenqualität abseits der beiden Elfmeter spricht jedenfalls nicht dafür, die eigene Spielweise grundsätzlich vorsichtiger auszurichten.

Einige Details in der Restverteidigung verdienen trotzdem Aufmerksamkeit.

Wann muss eine Spielerin aus der Viererkette nach vorne verteidigen, statt gemeinsam mit der Abwehr zurückzuweichen? Wie wird Lina Hausicke abgesichert, wenn Lia Kamber offensiv gebunden ist? Und wer übernimmt die Räume, wenn eine Mitspielerin nach einem Ballverlust gerade nicht auf ihrer üblichen Position steht?

Das sind Fragen der Abstimmung und der gemeinsamen Abläufe. Sie entscheiden darüber, ob Hamburg nach Ballgewinnen gefährlich werden kann oder Union den nächsten Angriff bereits im Ansatz unterbindet.

Je besser diese Mechanismen greifen, desto mutiger kann die Mannschaft weiterhin agieren.

Nicht zurückziehen. Nachlegen.

Das letzte Spiel hat Union keinen vierten Ligasieg in Folge gebracht. Dafür aber eine Menge Erkenntnisse und Gründe für neues Selbstvertrauen.

Die Mannschaft weiß, dass sie Hamburg spielerisch unter Druck setzen kann. Sie weiß, dass ihre Außenbahnen funktionieren. Und sie hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie selbst nach wiederholten Rückschlägen nicht auseinanderfällt.

Dieser Charakter, diese Mentalität und die Bereitschaft, bis zur letzten Minute alles zu investieren, haben sich als echte Stärken erwiesen.

Am Samstag geht es darum, all das erneut auf den Platz zu bringen.

Die kleinen Abstimmungsprobleme beheben, Hamburg früh unter Druck setzen und die eigene offensive Qualität mit voller Überzeugung ausspielen.

Vier Tore haben am Sonntag nicht zum Sieg gereicht. Im Pokal bietet sich nun die Gelegenheit, aus der spielerischen Überlegenheit endlich einen Erfolg zu machen.

Und dafür gibt es nach diesem 4:4 eigentlich nur eine Devise: Vollgas.

Form & Zahlen

Die Lage vor dem Spiel

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1. FC Union BerlinLigaspiele · letzte 5
NNSSS
Platz
10
Punkte
9
Spiele
7
Tore
10:12
Bilanz
3-0-4
Torverhältnis
-2
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Hamburger SVLigaspiele · letzte 5
UNSNN
Platz
12
Punkte
5
Spiele
7
Tore
10:11
Bilanz
1-2-4
Torverhältnis
-1

Form- und Wettbewerbsdaten: DFB Datencenter · interne Leistungswerte: Schlosserinnen-Spielcenter.

Die Saison in Zahlen

So spielt Union

Bundesliga · Durchschnitt vor diesem Spiel

Gespielte Pässe 444 Pässe / Spiel Aus 8 Ligaspielen
Ballbesitz 56,4% im Schnitt Aus 8 Ligaspielen
Passquote 79,8% angekommene Pässe Aus 8 Ligaspielen
Abschlüsse 17,8 Schüsse / Spiel Aus 8 Ligaspielen
Erwartete Tore 1,58 xG / Spiel Aus 8 Ligaspielen
Balleroberungen 46,6 pro Spiel Aus 7 Ligaspielen

Quelle: Schlosserinnen-Spielcenter · Stand vor dem Anstoß

Drei Fragen für den Spieltag

Darauf kommt es an

1

Bleibt Union nach der Pause diesmal hellwach?

Fünf ihrer zwölf Ligagegentore kassierten die Berlinerinnen zwischen der 46. und 60. Minute. In keiner anderen Spielphase ist Union defensiv anfälliger. Ganz anders die Schlussviertelstunde: Hier erzielte die Mannschaft bereits fünf Tore, mehr als in jedem anderen Abschnitt. Die Aufgabe für Samstag: Nach der Pause konzentrierter bleiben und die eigene Stärke im Endspurt erneut ausspielen.

2

Wer bekommt bei Union den Platz im Angriff?

Sophie Weidauer traf bereits beim 5:0-Pokalsieg in Magdeburg und begann auch am Sonntag in Hamburg. Eileen Campbell war zuvor regelmäßig erste Wahl. Dazu meldete sich Dina Orschmann mit ihrem wichtigen Ausgleichstreffer eindrucksvoll zurück. Marie-Louise Eta hat inzwischen mehrere Optionen mit unterschiedlichen Qualitäten. Wen lässt sie diesmal von Beginn an auf Hamburgs Defensive los?

3

Wer setzt die entscheidenden Mitspielerinnen in Szene?

Jill Janssens führt Unions Rangliste der kreierten Chancen mit 14 an. Doch Sophie Weidauer kommt in nur 345 Ligaminuten bereits auf elf – ebenso viele wie Nele Bauereisen in 425 Minuten. Auch Naika Reißner liegt mit zehn knapp dahinter. Unions Offensivspiel lebt damit längst nicht allein von den Außenbahnen. Wer übernimmt am Samstag die Rolle der entscheidenden Vorbereiterin?

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Anreise

Mit den S-Bahnlinien S3 oder S5 bis Stellingen. Von dort ist das Stadion zu Fuß erreichbar.

Einlass11:30 Uhr
ParkenAm Volksparkstadion stehen unter anderem die kostenpflichtigen Parkplätze Rot und Grau zur Verfügung (Zufahrt über Farnhornweg/Farnhornstieg, ca. 5 Minuten Fußweg). Die reguläre Parkgebühr beträgt 10 Euro. Parkplatz Braun ist gesperrt, die Schnackenburgallee sollte wegen Bauarbeiten gemieden werden. Eine frühzeitige Anreise wird empfohlen. Spielbezogene Sonderregelungen sind noch nicht bestätigt.
GästebereichBlock 14
StadionregelnTaschen und Rucksäcke sind nur bis DIN-A4-Größe (maximal 29,7 × 21 × 15 cm) erlaubt. Auf der HSV-Nordtribüne (Blöcke 22–28) ist Gästefankleidung untersagt.
BarrierefreiheitDas Volksparkstadion verfügt über Rollstuhlplätze und barrierearme Sitzbereiche. Der Zugang zu den Rollstuhlplätzen erfolgt über die Rampe am Eingang Südost. Für mobilitätseingeschränkte Gäste stehen außerdem sogenannte Easy-Access-Plätze zur Verfügung. Informationen und Buchungsanfragen: HSV-Ticketservice, Tel. 040 4155-1887 oder service@hsv.de.
Anstoßwetter
☁️12 °Cbewölkt

Regen 0 % · Wind 6 km/h

12:00☁️11°13:00☁️12°14:00☁️12°15:00☁️11°
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