65 Prozent Ballbesitz, 487 erfolgreiche PĂ€sse â und wieder keine Punkte. Das 0:1 gegen Eintracht Frankfurt zeigt, wie weit Union spielerisch gekommen ist. Es zeigt aber auch, wie viel zwischen dem eigenen Anspruch und der tatsĂ€chlichen Durchschlagskraft noch fehlt.

Als Nadine Böhi in der 35. Minute den Elfmeter von Sara Doorsoun parierte, hielt sie Union im Spiel. Frankfurt fĂŒhrte bereits, hatte mehrfach gefĂ€hrlich abgeschlossen und hĂ€tte den Vorsprung ausbauen können. Die TorhĂŒterin verhinderte Schlimmeres. Doch auf der anderen Seite blieb die Hoffnung auf den Ausgleich vor allem eines: Hoffnung.
Union hatte den Ball, spielte viele PĂ€sse und suchte den Weg nach vorne. Was fehlte, war der letzte Schritt. Nicht zum ersten Mal. Schon gegen Freiburg hatte sich gezeigt, dass viel Ballbesitz nicht automatisch viel Torgefahr bedeutet. Gegen Frankfurt wurde diese LĂŒcke erneut sichtbar â und die Zahlen machen sie noch deutlicher.
Drei Spiele, drei Niederlagen, null Punkte. Das Auftaktprogramm mit Bayern MĂŒnchen, Freiburg und Frankfurt war anspruchsvoll. Es erklĂ€rt einen schwierigen Saisonstart. Es erklĂ€rt aber nicht vollstĂ€ndig, warum Union zum zweiten Mal hintereinander ĂŒber weite Strecken die Kontrolle hatte, ohne daraus genĂŒgend Gefahr zu entwickeln.
Die Frage ist nicht, ob Union FuĂball spielen kann. Die Frage ist, was dieser FuĂball vor dem gegnerischen Tor bewirkt.

Das Ergebnis tÀuscht
Frankfurt gewann durch einen Kopfball von Laura Freigang, den Lina Hausicke in der 26. Minute unhaltbar abfĂ€lschte. Union hatte durchaus eigene Möglichkeiten: Lia Kamber traf frĂŒh das AuĂennetz, Lisa Heiseler vergab nach einem Ballgewinn und einer schnellen Kombination ĂŒber Naika Reissner eine gute Gelegenheit. Von buchstĂ€blich null Torgefahr zu sprechen, wĂ€re deshalb falsch.
Doch die HĂ€ufigkeit und QualitĂ€t der Chancen unterschieden sich deutlich. Frankfurt kam laut Sofascore auf 24 AbschlĂŒsse, Union auf zehn. Die erwarteten Tore lagen bei 2,80 zu 1,20, die GroĂchancen bei drei zu eins. Besonders aussagekrĂ€ftig ist der Blick in die StrafrĂ€ume: 31 Ballkontakte der GĂ€ste gegenĂŒber 15 bei Union, dazu 17 Frankfurter AbschlĂŒsse innerhalb des Strafraums gegenĂŒber sieben auf Berliner Seite.
Dass es bis zum Ende nur 0:1 stand, lag auch an Böhi. Sie parierte siebenmal, darunter den Elfmeter, und wurde von Sofascore mit 9,8 bewertet. Der ausgewiesene Wert von 2,10 verhinderten Toren unterstreicht ihre Leistung. Frankfurt hatte deutlich mehr Möglichkeiten, die Partie frĂŒher zu entscheiden.
583 PĂ€sse â und dann?
Die andere Seite der Statistik erzÀhlt eine bemerkenswerte Geschichte. Union hatte 65 Prozent Ballbesitz, spielte 583 PÀsse und brachte 487 davon an die Mitspielerin. Frankfurt kam auf 309 PÀsse und 205 erfolgreiche Zuspiele. Auch beim Eindringen ins letzte Drittel lag Union mit 76 zu 57 vorne. Dort spielte das Team 130 PÀsse, von denen 83 ankamen.
Der Ball kam also durchaus nach vorne. Union war nicht einfach eine Mannschaft, die nur in der eigenen HĂ€lfte quer spielte. Genau das macht die offensive SchwĂ€che so erklĂ€rungsbedĂŒrftig.
Zwischen Raumgewinn und Abschluss fehlt zu hĂ€ufig die Verbindung. Ein Pass ins letzte Drittel ist noch keine gefĂ€hrliche Aktion. Erst wenn danach die nĂ€chste Bewegung folgt, eine Mitspielerin in den freien Raum startet, ein Pass die letzte Linie ĂŒberwindet oder der Strafraum konsequent besetzt wird, entsteht aus Ballbesitz ein Angriff, der den Gegner wirklich vor Probleme stellt.
Union erreicht diese Zonen mittlerweile regelmĂ€Ăig. Was danach passiert, ist jedoch zu oft zu wenig.
Wenn Union sich selbst ausbremst
Besonders auffĂ€llig war erneut, wie Union mit möglichen Umschaltsituationen umging. Nach Ballgewinnen öffneten sich RĂ€ume, die mit Tempo hĂ€tten bespielt werden können. Stattdessen wurde der Angriff phasenweise verschleppt. Ein zusĂ€tzlicher Kontakt, ein Pass zurĂŒck, noch einmal quer â und Frankfurt hatte die Zeit, sich wieder zu ordnen.
Dazu kam ein teilweise behĂ€biges NachrĂŒckverhalten. Die ballfĂŒhrende Spielerin hatte nicht immer die Anschlussoptionen, die nötig gewesen wĂ€ren, um eine Situation dynamisch fortzusetzen. Wer den Ball gewinnt und nach vorne schaut, braucht Mitspielerinnen, die sofort Tiefe anbieten, ins Zentrum nachstoĂen oder sich zwischen den Linien freilaufen. Fehlt diese Bewegung, bleibt hĂ€ufig nur der Sicherheitspass.
Auch die PassschĂ€rfe spielte dabei eine Rolle. Nicht jeder erfolgreiche Pass ist ein guter Pass fĂŒr die jeweilige Situation. Kommt der Ball zu langsam, muss die EmpfĂ€ngerin warten, verliert den Vorsprung oder kann die nĂ€chste Aktion nicht direkt fortsetzen. Ein schĂ€rferer Pass hĂ€tte manche Situation bereits beschleunigt, ohne dass dafĂŒr mehr gelaufen werden mĂŒsste.
Dass Union es anders kann, zeigte bereits das 3:1 im Test gegen Paris Saint-Germain. Dort war zu sehen, wie Ballgewinne, schnelles NachrĂŒcken und zielgerichtete Anschlussaktionen zusammenwirken können. Ein Testspiel ist kein Beweis fĂŒr Bundesliga-Tauglichkeit, aber es zeigt, welche Idee hinter Etas FuĂball steckt.
NatĂŒrlich muss nicht jeder Angriff mit maximalem Tempo gespielt werden. Ballbesitz kann ein bewusstes Mittel sein, um Kontrolle herzustellen und den Gegner zu bewegen. Problematisch wird es, wenn Union auch dann verlangsamt, wenn der Gegner ungeordnet ist und sich eine Gelegenheit zum schnellen Angriff bietet. Dann wird aus einer potenziellen StĂ€rke eine verschenkte Möglichkeit.
Sicherer Aufbau, fehlende Verbindung
Union konnte seinen Ballbesitz aus der letzten Linie heraus zuverlĂ€ssig organisieren. Tomke Schneider und Samantha Steuerwald kamen zusammen auf 218 BallberĂŒhrungen und 159 erfolgreiche PĂ€sse. Schneider brachte 80 von 98 Zuspielen an, Steuerwald 79 von 88. Besonders Steuerwald zeigte mit 22 erfolgreichen PĂ€ssen in der gegnerischen HĂ€lfte und acht angekommenen langen BĂ€llen, dass der Aufbau keineswegs ausschlieĂlich aus kurzen SicherheitspĂ€ssen bestand.
Auch Böhi war mit 44 angekommenen Zuspielen bei 48 Versuchen eine sichere Anspielstation. FĂŒnf ihrer acht langen PĂ€sse fanden eine Mitspielerin. Zusammen mit den beiden Innenverteidigerinnen bildete sie eine verlĂ€ssliche Basis fĂŒr das Berliner Aufbauspiel.
Diese Zahlen sind zunĂ€chst Ausdruck einer funktionierenden Grundlage. Dass Schneider als Innenverteidigerin einen groĂen Teil ihrer PĂ€sse in der eigenen HĂ€lfte spielte, ist weder ungewöhnlich noch ein Hinweis auf mangelnde offensive Bereitschaft. Sie leistete zudem mit sieben klĂ€renden Aktionen, zwei geblockten SchĂŒssen und zehn Balleroberungen wichtige defensive Arbeit.
Die entscheidende Frage lag eine Linie weiter vorne: Was passierte, wenn der Ball die Innenverteidigung verlieĂ? Wie hĂ€ufig fand Union Spielerinnen zwischen den Frankfurter Linien? Wer bot sich fĂŒr den nĂ€chsten Pass an, wer ging in die Tiefe und wer rĂŒckte nach?
Ein sicherer Aufbau ist nur der erste Schritt. GefÀhrlich wird er erst, wenn daraus Tempo, Raumgewinn und klare Anschlussaktionen entstehen. Genau dort fehlte Union erneut die nötige Konsequenz.
GrĂ€we lenkt â wer öffnet?
Im Zentrum zeigt sich ein Ă€hnliches Bild. Lisanne GrĂ€we kam auf 91 BallberĂŒhrungen und brachte 66 von 74 PĂ€ssen an. In der eigenen HĂ€lfte spielte sie alle 41 PĂ€sse erfolgreich, in der gegnerischen HĂ€lfte 25 von 33. Sie gibt dem Berliner Spiel Sicherheit, ist hĂ€ufig anspielbar und kann den Rhythmus bestimmen.
Doch null SchlĂŒsselpĂ€sse und 0,04 xA zeigen auch, dass daraus kaum direkte Abschlussgefahr entstand. Das ist kein vollstĂ€ndiges Urteil ĂŒber ihre Leistung. GrĂ€we gewann beide Tackles, verbuchte acht Balleroberungen und leistete wichtige Arbeit im Zentrum. Eine Mittelfeldspielerin muss nicht jede Chance selbst vorbereiten.
Aber Union braucht mehr als sichere Ballzirkulation. Wer bietet sich zwischen den Linien an? Wer ĂŒbernimmt den vertikalen Pass? Wer stöĂt nach, wenn GrĂ€we den Ball nach vorne spielt? Und wer sorgt dafĂŒr, dass aus einem geordneten Aufbau plötzlich ein Angriff mit Tempo wird?
Eine Schaltzentrale ist noch keine Leitzentrale. GrĂ€we kann das Spiel ordnen, aber die Mannschaft muss ihr auch die Möglichkeiten geben, es zu öffnen. Welche QualitĂ€ten Union mit ihr verpflichtet hat und welche Erwartungen damit verbunden waren, haben wir bereits in unserem ausfĂŒhrlichen TransferportrĂ€t eingeordnet.
Interessant war deshalb die verĂ€nderte Rolle von Lia Kamber nach den Wechseln. Aus tieferen RĂ€umen wirkte sie besser eingebunden, konnte das Spiel vor sich haben und Verbindungen herstellen. Ihre technischen QualitĂ€ten kommen dort stĂ€rker zur Geltung, als wenn sie weiter vorne auf BĂ€lle warten muss. Die Frage fĂŒr das Trainerteam lautet: Wo bekommt Kamber den gröĂten Einfluss auf das Spiel, und welche Rolle hilft der gesamten Mannschaft am meisten?
Heiselers schwierige Rolle
Noch deutlicher wird die fehlende Verbindung im Sturmzentrum. Lisa Heiseler kam in 61 Minuten auf lediglich 21 BallberĂŒhrungen und zehn Passversuche. Acht PĂ€sse kamen an, davon fĂŒnf bei sechs Versuchen in der gegnerischen HĂ€lfte. Hinzu kamen acht Ballverluste und vier fehlerhafte Ballannahmen.
FĂŒr eine Mannschaft, die 65 Prozent Ballbesitz hatte und 583 PĂ€sse spielte, ist das auffĂ€llig wenig. Heiseler war ĂŒber weite Strecken kaum ein Faktor im Verbindungsspiel. Auch als Zielspielerin konnte sie nur selten BĂ€lle festmachen und die nachrĂŒckenden Mitspielerinnen einbinden.
Das ist nicht allein ihr anzulasten. Eine StĂŒrmerin braucht Anspiele, passende AbstĂ€nde und UnterstĂŒtzung. Wenn sie isoliert ist, kann sie den Angriff nicht im Alleingang tragen. Gleichzeitig muss sie in dieser Rolle BĂ€lle behaupten, Innenverteidigerinnen beschĂ€ftigen und Anschlussaktionen ermöglichen. Gegen Frankfurt wirkte Heiseler mit diesen Anforderungen hĂ€ufig ĂŒberfordert.
Ihre QualitÀten liegen eher in anderen RÀumen und Rollen. Sie ist technisch stark und kann sich ins Kombinationsspiel einbringen. Als alleinige Spitze gegen eine körperlich robuste Defensive kommen diese StÀrken derzeit jedoch nicht ausreichend zur Geltung.
Mit Sophie Weidauer verĂ€nderte sich nach der 61. Minute das Profil im Angriff. Ihre Einbindung bot andere Möglichkeiten, auch wenn daraus ebenfalls nicht die entscheidende Torgefahr entstand. Das zeigt: Die Antwort kann nicht allein ein Personalwechsel sein. Union muss eine Kombination finden, in der Sturmprofil, UnterstĂŒtzung und NachrĂŒckverhalten zusammenpassen.

Vom Ăberleben zum Gestalten
Bei aller Kritik lohnt sich der Blick zurĂŒck. Im November 2024 traf Union als Zweitligist im DFB-Pokal-Achtelfinale auf Eintracht Frankfurt. Die Mannschaft verteidigte mit Leidenschaft, hielt das Spiel lange offen und schied am Ende mit 0:2 aus. Damals ging es vor allem darum, einem deutlich stĂ€rkeren Gegner standzuhalten.
Weniger als zwei Jahre spĂ€ter ist Union in der Lage, Frankfurt ĂŒber weite Strecken den Ball abzunehmen und selbst das Spiel zu gestalten. 65 Prozent Ballbesitz und mehr als doppelt so viele erfolgreiche PĂ€sse sind Ausdruck einer enormen Entwicklung. Das sollte niemand kleinreden.
Aber genau diese Entwicklung verĂ€ndert die Erwartungen. Wer nicht mehr nur ĂŒber Leidenschaft und defensive Geschlossenheit konkurrenzfĂ€hig sein will, sondern Spiele selbst gestalten möchte, muss sich zunehmend daran messen lassen, was aus dieser Gestaltung entsteht.
Damals war es ein Erfolg, Frankfurt lange standzuhalten. Heute darf die Frage lauten, warum Union trotz spielerischer Kontrolle nicht genĂŒgend Chancen herausspielt. Das ist keine GeringschĂ€tzung der bisherigen Entwicklung. Es ist ihre logische Konsequenz.
Anspruch, Geduld und RealitÀt
Union hat seinen Anspruch in den vergangenen Jahren selbst erhöht. Der Verein investiert, verpflichtet erfahrene und international ausgebildete Spielerinnen und will sich sportlich weiterentwickeln. Jennifer Zietz hatte bereits im Juli öffentlich erklĂ€rt, dass Union perspektivisch einen Platz unter den ersten FĂŒnf anpeilen möchte. Auch PrĂ€sident Dirk Zingler sprach vor Saisonbeginn davon, den nĂ€chsten Schritt machen und eine bessere Platzierung erreichen zu wollen.
Diese Erwartungen sind mit dem Kader, den Möglichkeiten und den sportlichen Fortschritten gewachsen. Der Transfer von Lisanne GrĂ€we und die Verpflichtung von Lina Hausicke am Deadline Day sind Beispiele dafĂŒr, wie konsequent Union seine QualitĂ€t erhöht. Gleichzeitig wĂ€re es falsch, daraus einen Anspruch auf sofortige Siege gegen Bayern MĂŒnchen oder Eintracht Frankfurt abzuleiten. Beide Vereine verfĂŒgen ĂŒber gewachsene Strukturen und KaderqualitĂ€t, die Union erst aufbauen muss.
Die Verantwortlichen haben die Situation nach den Spielen ruhig und nachvollziehbar eingeordnet. Marie-Louise Eta sprach nach Frankfurt von nicht immer richtigen Entscheidungen im letzten Drittel. Lina Hausicke verwies auf fehlende Klarheit nach vorne, Nadine Böhi auf die tĂ€gliche Arbeit daran, mutiger und zielstrebiger zu werden. Das ist glaubwĂŒrdig. Neue AblĂ€ufe brauchen Zeit, gerade nach einem Trainerwechsel und mit einem verĂ€nderten Kader.
Welche Spielidee Eta mit Union verfolgt und warum ihre Verpflichtung zum sportlichen Weg des Vereins passt, haben wir bereits in unserer Einordnung zur Trainerentscheidung beschrieben. Der Anspruch auf aktiven, dominanten FuĂball ist also nicht erst nach diesen Niederlagen entstanden.
Zietz hatte bereits vor dem Frankfurt-Spiel um Geduld geworben. Sie erklĂ€rte auch, dass Union auf dem Transfermarkt nicht jede gewĂŒnschte Spielerin ĂŒberzeugen konnte. FĂŒr manche seien Champions-League-Perspektiven ein entscheidender Faktor. Der Aufbau einer Spitzenmannschaft ist also nicht allein eine Frage des Geldes oder des Willens. Vielleicht fehlen tatsĂ€chlich noch bestimmte Profile, gerade im Offensivbereich.
Doch nicht alles lĂ€sst sich auf dem Transfermarkt lösen. Ein behĂ€biges NachrĂŒcken, fehlende PassschĂ€rfe oder die falsche Entscheidung nach einem Ballgewinn sind Dinge, an denen Union bereits jetzt arbeiten kann. Die vorhandene Mannschaft besitzt genug QualitĂ€t, um mehr Lösungen zu finden, als sie derzeit zeigt.
Das anspruchsvolle Auftaktprogramm erklÀrt die schwierige Punkteausbeute. Es darf aber nicht zur Ausrede werden, wenn dieselben offensiven Probleme wiederholt auftreten. Denn Tempo, Anschlussaktionen und Strafraumbesetzung werden auch in den Spielen benötigt, in denen Union punkten muss.
Jetzt mĂŒssen Siege folgen
Mit Köln, Leipzig und dem DFB-Pokalspiel gegen Magdeburg stehen die nÀchsten Aufgaben bereits bevor. Nach drei Niederlagen und null Punkten wird der Spielraum kleiner. Union muss die kommenden Spiele nutzen, um den Saisonstart zu korrigieren und seinen gewachsenen Anspruch auch in Ergebnissen sichtbar zu machen.
Gegen Köln und Leipzig wird sich zeigen, ob die Mannschaft ihre Ballbesitzphasen in mehr Torgefahr ĂŒbersetzen kann. Diese Spiele sind keine SelbstlĂ€ufer, aber sie bieten die Gelegenheit, Punkte zu holen und den bisherigen Eindruck zu verĂ€ndern. Im Pokal gegen Magdeburg muss Union seiner Favoritenrolle gerecht werden und den Einzug in die nĂ€chste Runde als klares Ziel annehmen.
Es braucht keine grundsĂ€tzliche Abkehr vom eingeschlagenen Weg. Aber es braucht jetzt mehr Konsequenz: schnellere Anschlussaktionen, entschlosseneres NachrĂŒcken, bessere Entscheidungen im letzten Drittel und eine Rollenverteilung, die die vorhandenen StĂ€rken besser nutzt.
Geduld bleibt notwendig. Doch die Tabelle wartet nicht auf abgeschlossene Entwicklungsprozesse. Union muss jetzt anfangen, Spiele zu gewinnen, die es gewinnen will und gewinnen kann. Sonst droht der eigene Anspruch dem sportlichen Ertrag immer weiter vorauszulaufen.
Die Entwicklung hat Union in die Bundesliga gebracht. Die nĂ€chsten Siege mĂŒssen zeigen, dass der Verein dort auch seinen eigenen AnsprĂŒchen gerecht werden kann.
Mehr zum Spiel: Alle Saisonwerte, Rankings und Spielerinnenprofile findet ihr in der Statistikzentrale. Die kommenden Partien und Ergebnisse gibt es im Spielplan.







