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Ein Lauf in die Geschichte

Ein 0:2-Rückstand, drei Wechsel und schließlich der Siegtreffer in Unterzahl: Union Berlin gewinnt beim Hamburger SV mit 4:3 nach Verlängerung und erreicht erstmals das Viertelfinale des DFB-Pokals. Marie-Louise Eta verändert mit ihren Entscheidungen eine beinahe verlorene Partie, Dina Orschmann wird zur Schlüsselfigur und Nele Bauereisen sorgt für einen historischen Moment. Doch sieben Gegentore gegen denselben Gegner innerhalb von sechs Tagen werfen auch Fragen auf. Eine Analyse über taktische Antworten, wachsende Qualität und einen Nachmittag, der seinen Platz in der Vereinsgeschichte verdient.

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Foto: 1. FC Union Berlin

Es läuft die 113. Minute im Hamburger Volksparkstadion. Die Beine sind längst schwer geworden, seit mehr als zehn Minuten spielt Union Berlin in Unterzahl, und nach allem, was an diesem Nachmittag bereits geschehen ist, wäre es wohl niemandem zu verdenken, wenn die Berlinerinnen ihre letzten Kräfte darauf verwenden würden, sich ins Elfmeterschießen zu retten. Doch dann öffnet sich noch einmal der Raum hinter der Hamburger Abwehr. Nele Bauereisen setzt zum Sprint an, nimmt den Ball mit und läuft auf Jule Baum zu. Die HSV-Torhüterin kommt ihr entgegen, versucht den Winkel zu verkürzen. Bauereisen bleibt ruhig, legt sich den Ball an ihr vorbei und schiebt ihn ins verlassene Tor.

4:3 für Union. Im gut gefüllten und gewohnt lauten Auswärtsblock entlud sich der Jubel von rund 400 mitgereisten Unionerinnen und Unionern.

Was für ein Ende eines Spiels, das die Berlinerinnen beinahe schon verloren, zwischenzeitlich gedreht und in der Nachspielzeit wieder aus der Hand gegeben hatten. Nach mehr als 110 Minuten Fußball und einem Platzverweis für ihre Kapitänin war noch einmal dieser eine Angriff gelungen, der alles veränderte. Als schließlich abgepfiffen wurde, stand fest, dass die Frauen des 1. FC Union Berlin zum ersten Mal in ihrer Geschichte das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht hatten.

Sechs Tage nach dem spektakulären 4:4 in der Bundesliga hatten sich beide Mannschaften erneut eine Begegnung geliefert, die den Beteiligten beinahe alles abverlangte. Doch hinter dem historischen Erfolg steckt mehr als die Bereitschaft, einen Rückstand noch aufzuholen. Union fand im entscheidenden Moment andere spielerische Lösungen, profitierte von den Entscheidungen seiner Trainerin und von Spielerinnen, deren Bedeutung für die Mannschaft in den vergangenen Wochen gewachsen ist.

Dass Hamburg dennoch bis in die Verlängerung hinein auf den Sieg hoffen durfte, erzählt die andere Seite dieses Nachmittags. Union hat offensiv bemerkenswerte Fortschritte gemacht, bezahlt defensiv aber noch immer zu häufig für einzelne gefährliche Situationen. Beides gehört zu einem Pokalabend, der gerade wegen dieser Widersprüche so aufschlussreich ist.

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Viel Aufwand, wenig Ertrag

Union begann mit hohem Pressing und dem Willen, die Hamburgerinnen früh unter Druck zu setzen. Die Berlinerinnen rückten weit auf, suchten ihre Angriffe über die Außenbahnen und versuchten, den HSV möglichst schon im Aufbau zu Fehlern zu zwingen. Doch zunächst gelang es kaum, daraus klare Torchancen zu entwickeln.

Stattdessen schlug Hamburg in der zehnten Minute zu. Paulina Bartz versuchte es aus der Distanz, ihr Schuss wurde geblockt, doch der zweite Ball landete bei Camilla Linberg, die zur Führung traf.

Die Gastgeberinnen überließen Union über weite Strecken den Ball, verteidigten die gefährlichen Räume kompakt und nutzten nach Ballgewinnen die Möglichkeiten zum schnellen Umschalten. Besonders Linberg bereitete der Berliner Defensive mit ihrem Tempo und ihren Aktionen über die rechte Seite erhebliche Probleme.

Zwar fand Union zunehmend besser in die Partie, doch selbst gute Möglichkeiten wie der Abschluss von Jill Janssens, den HSV-Torhüterin Jule Baum stark parierte, änderten wenig an der grundsätzlichen Schwierigkeit: Die Berlinerinnen betrieben viel Aufwand, während Hamburg aus seinen Angriffen schneller konkrete Gefahr entwickelte.

In der 33. Minute führte einer dieser Gegenangriffe zum 2:0. Nach einer Union-Ecke schaltete der HSV schnell um, Linberg setzte sich rechts durch und brachte den Ball in den Strafraum. Mehrfach gelang es den Berlinerinnen nicht, die Situation endgültig zu klären, ehe Bartz aus zentraler Position mit einer wuchtigen Direktabnahme traf.

Der Treffer offenbarte gleich zwei Probleme: die unzureichende Absicherung nach einer eigenen Standardsituation und die fehlende Konsequenz bei der anschließenden Verteidigung im Strafraum. Hamburg hatte genügend Zeit und Raum, aus einem Ballgewinn einen Angriff zu entwickeln, den Union auch nach mehreren Klärungsversuchen nicht unter Kontrolle bekam.

Zur Pause stand deshalb ein 0:2, das nicht allein mit mangelndem Glück zu erklären war. Union hatte zwar über längere Phasen die Initiative übernommen, den HSV aber zu selten aus seiner Ordnung gebracht. Daran änderte sich zunächst auch nach dem Seitenwechsel wenig. Hamburg blieb bei schnellen Angriffen gefährlich, und Nadine Böhi musste gegen Magou Doucouré eingreifen, um einen noch höheren Rückstand zu verhindern.

Die Berlinerinnen brauchten jetzt nicht einfach mehr Ballbesitz oder zusätzliche Abschlüsse. Sie brauchten andere Räume, andere Laufwege und einen neuen Zugang zum Hamburger Strafraum.

Marie-Louise Eta reagierte in der 59. Minute.

Drei Wechsel, eine Wende

Jella Veit kam für Tomke Schneider, Sophie Weidauer ersetzte Lisanne Gräwe und Dina Orschmann übernahm für Naika Reissner. Gleichzeitig stellte Eta auf eine Dreierkette um und veränderte damit die Ordnung, aus der heraus Union seine Angriffe entwickelte.

Der Eingriff war bemerkenswert, weil die Trainerin nicht lediglich erschöpfte Spielerinnen austauschte. Sie veränderte die Voraussetzungen des Berliner Offensivspiels.

Hamburg hatte die bisherigen Angriffe häufig frühzeitig unterbrochen, weil die Laufwege berechenbar geworden waren und im Zentrum Anspielstationen fehlten. Orschmann brachte nun eine andere Dynamik hinein. Mit ihren Bewegungen zwischen den Linien und ihren Sprints hinter die Abwehr beschäftigte sie die Hamburger Verteidigerinnen, während Veit aus der veränderten hinteren Ordnung zusätzliche Wege nach vorne eröffnete.

Entscheidend war auch der Zeitpunkt. Während Eta gleich drei frische Spielerinnen brachte, hatte Hamburg bereits fast eine Stunde intensive Laufarbeit hinter sich. Der HSV wechselte erstmals in der 77. Minute – als Union seinen Rückstand bereits aufgeholt hatte.

Wie sehr die Anstrengungen an den Hamburgerinnen zehrten, brachte Mittelfeldspielerin Svea Stoldt nach dem Abpfiff gegenüber dem NDR auf den Punkt: „Am Ende hat uns die Kraft gefehlt.“

Die Aussage passt zur Entwicklung der Begegnung. Hamburg bekam zunehmend Schwierigkeiten, die neuen Berliner Laufwege aufzunehmen und die entstehenden Räume zu schließen. Etas taktischer Eingriff traf auf einen Gegner, dessen Kräfte nachließen – eine Kombination, die sich für Union als ausgesprochen wirkungsvoll erwies.

In der 68. Minute gelang Jella Veit der Anschlusstreffer. Nach einer Kombination über Samantha Steuerwald und Dina Orschmann rückte sie in den Strafraum nach und traf mit einer noch abgefälschten Direktabnahme. Für die ehemalige HSV-Nachwuchsspielerin war es ausgerechnet gegen ihren früheren Verein das erste Tor im Union-Trikot.

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Foto: 1. FC Union Berlin

Nur vier Minuten später zirkelte Judit Pujols einen Freistoß aus rund 20 Metern sehenswert ins rechte obere Eck. Aus dem 0:2 war innerhalb kürzester Zeit ein 2:2 geworden.

Natürlich war Pujols’ Freistoß eine herausragende individuelle Aktion. Dennoch zeigte sich in dieser Phase, wie grundlegend sich das Kräfteverhältnis verändert hatte. Union fand häufiger den Weg in gefährliche Räume, konnte seine Angriffe variabler gestalten und zwang Hamburg zu immer mehr Defensivarbeit.

Die Berlinerinnen hatten endlich die spielerischen Lösungen gefunden, die ihnen in der ersten Stunde gefehlt hatten. Und eine Spielerin wurde dabei besonders wichtig.

Dina Orschmann – zurück und entscheidend

Als Orschmann im Juli verletzt ausfiel und operiert werden musste, war keineswegs selbstverständlich, dass sie schon wenige Monate später wieder eine solche Rolle spielen würde. Nach ihrer Rückkehr arbeitete sie sich Schritt für Schritt in den Spielbetrieb zurück. Nun wurde sie in einem Pokal-Achtelfinale zu einer der entscheidenden Spielerinnen.

Ihre Bedeutung liegt dabei nicht allein in ihrer eigenen Torgefahr. Orschmann erkennt freie Räume, sucht mit ihrer Geschwindigkeit die Wege hinter die gegnerische Abwehr und besitzt zugleich die Übersicht, im richtigen Augenblick eine besser positionierte Mitspielerin einzusetzen.

In der 80. Minute zeigte sie diese Qualität eindrucksvoll. Nach einem langen Zuspiel von Jella Veit aus der eigenen Hälfte setzte sich Orschmann durch, nahm Tempo auf und erkannte die mitgelaufene Nele Bauereisen. Ihr Querpass erreichte die Stürmerin, die zum 3:2 vollendete.

Es war ein Angriff, der ohne aufwendige Kombinationen auskam. Entscheidend waren das Timing der Laufwege, Orschmanns Übersicht und die Konsequenz beim Abschluss.

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Foto: 1. FC Union Berlin

Orschmanns Einfluss lässt sich deshalb nicht allein an ihrer Torvorlage ablesen. Ihre Bewegungen veränderten die Möglichkeiten ihrer Mitspielerinnen. Gerade gegen einen Gegner, der die Berliner Angriffe zuvor lange kontrolliert hatte, machte diese Qualität den Unterschied.

Sieben Gegentore, eine offene Frage

Bei aller Freude über die Aufholjagd bleibt eine unbequeme Erkenntnis: Sieben Gegentore gegen denselben Gegner innerhalb von sechs Tagen sind zu viele. Eine Mannschaft, die offensiv inzwischen so viel Qualität entwickelt, sollte nicht dauerhaft darauf angewiesen sein, drei oder vier Treffer erzielen zu müssen, um ihre Begegnungen noch gewinnen zu können.

Die ersten beiden Pokalgegentore zeigen zugleich, warum eine pauschale Kritik an der gesamten Defensive zu kurz greifen würde. Beim 1:0 fehlte nach einem zunächst geblockten Schuss der Zugriff auf den zweiten Ball. Beim 2:0 konnte Hamburg nach einer eigenen Berliner Ecke schnell umschalten, ohne dass Union den Angriff rechtzeitig unterband oder die anschließende Situation im Strafraum konsequent bereinigte.

Es sind einzelne Momente, in denen der Abstand zwischen einer gelungenen Abwehraktion und einem Gegentor besonders klein ist. Gerade bei Ballverlusten und zweiten Bällen muss Union aufmerksamer werden. Dabei spielt auch die Qualität der Gegnerinnen eine Rolle: Linberg erwies sich mit ihrem Tempo und ihrer Durchsetzungskraft als ausgesprochen gefährlich.

Auffällig ist jedoch, dass Union bei den ersten beiden Treffern durchaus Möglichkeiten hatte, die Gefahr früher zu unterbinden. Hier liegt ein konkreter Ansatzpunkt für die weitere Entwicklung. Eine offensiv mutiger werdende Mannschaft muss zugleich dafür sorgen, dass ihre eigenen Angriffe nicht regelmäßig zum Ausgangspunkt gefährlicher Gegenstöße werden.

Der nächste Schritt besteht deshalb nicht darin, die neu gewonnene Angriffslust zu bremsen. Es geht darum, sie besser abzusichern.

Auch in Unterzahl bleibt Union gefährlich

Nach Bauereisens Treffer zum 3:2 schien der Weg ins Viertelfinale frei. Doch in der Nachspielzeit gelang der eingewechselten Jonna Wrede mit einem außergewöhnlichen Linksschuss aus knapp 30 Metern der Ausgleich. Der Ball flog unter die Latte, Nadine Böhi war machtlos.

Ein Treffer, bei dem vor allem die Qualität des Abschlusses auffiel. Union hatte die Partie gedreht und musste nach diesem späten Rückschlag dennoch in die Verlängerung.

Dort gehörten die ersten gefährlichen Aktionen wieder den Berlinerinnen. Samantha Steuerwald zwang Baum nach einer Ecke mit einem Kopfball zu einer starken Parade, sah allerdings wenig später in der 100. Minute nach ihrem zweiten verwarnungswürdigen Foul die Gelb-Rote Karte. Union musste die verbleibenden 20 Minuten mit zehn Spielerinnen bestreiten. Bemerkenswert ist, dass Lina Hausicke die Kapitänsbinde das erste Mal für Union übernahm.

Damit änderten sich die Voraussetzungen erneut. Die Berlinerinnen konnten nicht mehr mit derselben Selbstverständlichkeit nach vorne rücken, mussten ihre Kräfte einteilen und die Räume enger halten. Doch die Mannschaft verzichtete nicht darauf, selbst gefährlich zu werden.

Die taktische Aufgabe hatte sich nun beinahe umgekehrt: Statt den HSV mit längeren Angriffsphasen unter Druck zu setzen, musste Union die wenigen Möglichkeiten für schnelle Vorstöße erkennen. In der 113. Minute gelang genau das.

Bauereisens zweites Tor war damit nicht einfach eine Wiederholung des ersten. Beim 3:2 hatte sie Orschmanns Zuspiel verwertet. Den Siegtreffer erlief sie sich mit einem Antritt hinter die Hamburger Abwehr und der nötigen Ruhe vor Baum.

Auch darin zeigte sich die gewachsene Vielseitigkeit des Berliner Offensivspiels. Veits Vorstoß, Pujols’ Freistoß, Orschmanns Vorarbeit und Bauereisens Lauf in die Tiefe standen für unterschiedliche Wege zum Tor. Union musste nicht mehr ausschließlich versuchen, seine Gegnerinnen mit langen Ballbesitzphasen zu überwinden.

Über 120 Minuten war die Mannschaft keineswegs durchgehend überlegen gewesen. Doch sie hatte Antworten gefunden, ihre Spielweise verändert und im entscheidenden Moment ihre Möglichkeiten genutzt. Das ist ein Fortschritt, der über dieses einzelne Pokalergebnis hinausweist.

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Sieben Jahre zwischen zwei Pokalspielen

Am 4. August 2019 standen sich der Hamburger SV und Union Berlin schon einmal im DFB-Pokal gegenüber. Damals spielten beide Vereine in der Regionalliga, die Begegnung fand auf Rasenplatz 10 der Sportanlage in Norderstedt statt. Union reiste durchaus selbstbewusst an, verlor nach Toren von Anna Hepfer und Victoria Schulz jedoch mit 0:2 und schied bereits in der ersten Runde aus.

Sieben Jahre später trafen dieselben Vereine als Bundesligisten im Volksparkstadion aufeinander, vor 3.213 Zuschauerinnen und Zuschauern. Wieder stand es aus Berliner Sicht zwischenzeitlich 0:2, doch diesmal drehte Union die Begegnung und erreichte erstmals das Viertelfinale.

Es ist ein bemerkenswerter sportlicher Kontrast zwischen zwei Pokalnachmittagen. Zugleich zeigt er, wie stark sich die Bedingungen des Frauenfußballs bei Union innerhalb weniger Jahre verändert haben. Die Wurzeln der Union-Frauen reichen bis 1969 zurück – mehr als fünf Jahrzehnte, in denen unterschiedliche Generationen den Frauenfußball in Köpenick geprägt haben.

Der Viertelfinaleinzug vom 31. Oktober 2026 ist ein neuer Höhepunkt dieser Geschichte. Die Menschen und Ereignisse, die ihm vorausgingen, erzählen wir demnächst in unserer Geschichtswerkstatt „Eisern seit 1969“.

SIEBEN EPOCHEN1969–2026Von den Anfängen bis in die Bundesliga.Alle sieben Epochen ansehenEpochen einklappen
  1. 1969–1971Sie wollten selbst auf den Platz
  2. 1971–1983Ohne Union-Wappen – die Jahre beim Kabelwerk
  3. 1983–1990Die großen Jahre beim Kabelwerk
  4. 1990–2001Zurück bei Union – ein Neubeginn in einer anderen Fußballwelt
  5. 2001–2009Vom Nachwuchs in die zweite Liga
  6. 2009–2022Immer wieder ein neuer Anlauf
  7. 2022–2026Aus einem Vorhaben wird Profifußball
EISERN SEIT 1969

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt.

Unsere Recherche führt durch fast sechs Jahrzehnte Frauenfußball bei Union. In den kommenden Wochen erzählen wir diese Geschichte in sieben ausführlichen Epochenartikeln.

Doch sieben Kapitel können längst nicht alle Geschichten erzählen. Vielleicht liegt ein Stück davon in deiner Schublade.

Ein letzter Lauf

Was wird von diesem Abend bleiben? Die Erkenntnis, dass dieses Team nie aufsteckt, immer an sich glaubt und alles auf dem Platz lässt. Natürlich der Einzug in die nächste Pokalrunde, aber vor allem ein Bild, das sich in das kollektive Gedächtnis der Unionerinnen und Unioner eingebrannt hat.

Welches Bild? Das hier:

Noch einmal öffnet sich der Raum, noch einmal findet Nele Bauereisen in der 113. Minute die Kraft zum Antritt. Sie läuft los, obwohl nach mehr als 110 Minuten längst jeder Schritt schwer geworden ist …

Aus diesem letzten Sprint wurde ein Lauf in die Geschichte.

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